Der gute Webtext: So erreichst du deine Leser

Der gute Webtext: So erreichst du deine Leser

Ist dir schon aufgefallen, dass du im Internet anders liest als in einem guten Buch? Du überfliegst den Text nach hilfreichen Informationen und wirst vielleicht schnell unzufrieden, wenn du nicht das Richtige findest. Deinen Kunden geht es nicht anders. Bedienst du nicht deren Bedürfnisse, springen sie schnell ab, ohne dein Angebot überhaupt bis zum Ende gelesen zu haben. Grund dafür: Die Lesegewohnheiten passen sich immer mehr der digitalen Welt an. 

Wir sind alle längst digital

Die tägliche Informationsflut im Internet geht an niemandem vorüber. Entziehen können wir uns ihr nicht, denn sowohl unsere Informationssuche als auch unsere Kommunikation sind längst „durchdigitalisiert“. Denke doch mal an E-Mails, WhatsApp, Newsletter, sämtliche Apps auf Ihrem Smartphone, Web-Shopping, Blogs, die Online-Ausgabe Ihrer Lieblingszeitschrift usw.  

Den richtigen Kanal finden

Um in dieser Fülle nicht den Überblick zu verlieren und stattdessen die Informationen zu bekommen, die in dem Moment wichtig ist, suchen Leser auf den ihnen passend erscheinenden Kanälen nach hilfreichen Texten. Informationen zu deinem Unternehmen suchen die Leute also vornehmlich auf deiner Firmenwebseite (übrigens fast ausschließlich über das Smartphone), während sie Informationen über deine Events in den sozialen Medien suchen. Erst, wenn du über die richtigen Kanäle veröffentlichst, besteht eine reelle Chance auf zielführende Kundeninteraktion. 

DieZielgruppe bedienen

Unabdingbar ist heute, die eigene Zielgruppe genau zu kennen. Nicht nur, welche Informationskanäle sie gerne nutzt und zu welchen Zwecken. Auch die dahinter liegenden Fragen zu ihren Lebensumständen, Bedürfnissen, Lebensentwürfen und Vorlieben solltest du dir vergegenwärtigen. So wirst du viel klarer kommunizieren können, welche Rolle dein Unternehmen als Problemlöser übernehmen kann. Das Ergebnis ist mehr Zuspruch von denen, die wirklich nach deinem Angebot suchen.  

Helfen und Mehrwert bieten

Qualitativ hochwertige Inhalte sind weiterhin das A und O. Glücklicherweise sind die Zeiten der kryptischen Texte mit übertriebener Keyword-Dichte vorbei. Die Suchmaschinen belohnen nun stattdessen Nutzerfreundlichkeit. Noch mehr: Sie mahnen Plagiate sogar ab.  
Setze also auf gut recherchierte Texte, die das Thema tiefgehend abhandeln. Den Lesern und deinem Unternehmen ist also mit guter Vorarbeit zum Thema am meisten geholfen. So kannst du lebensweltliche Fragen der Leser beantworten und Lösungen anbieten. Die Wahrscheinlichkeit, weiterempfohlen zu werden, wächst. 

Querlesen first

Texte werden in den wenigsten Fällen sofort nach dem Auffinden von Anfang bis Ende durchgelesen. Dafür haben die Leser weder Zeit noch Denkkapazität übrig. Stattdessen werden Texte quergelesen. Dieses Überfliegen oder Scannen geschieht anhand von „Augensprüngen“. Der Blick sucht nach sichtbaren Ankerpunkten, um sich durch den Text zu navigieren. Deshalb ist es heute enorm wichtig, den Text benutzerfreundlich zu formatieren, etwa nach diesen Kriterien:  

  • Kurze Sätze mit jeweils nur einer Aussage 
  • Kurze Absätze mit knackigen Überschriften 
  • Gefettete Buzzwords (wenige, aber die richtigen) 
  • Listen, Aufzählungen, Bilder, Icons, Erklärvideos, damit das Auge nicht ermüdet 
  • Fazit, das den gesamten Text zusammenfasst und zur Einleitung passt 

Einfach, aber nicht einfältig

Ein weiteres Gebot der Lesefreundlichkeit ist: Sage es so einfach wie möglich. Kaum zu glauben, aber auch komplizierte Sachverhalte lassen sich in einfachen, kurzen Sätzen vollständig darstellen. Zur Freude der Leser. Denn sie erkennen so auf Anhieb, ob der Autor (du) das Thema verstanden hat und messen unter anderem daran die Qualität deiner Informationen. Perfekt für dich, weil du an und mit deinem Arbeits-, Herzens- oder Lebensthema einfach am besten arbeitest und da am überzeugendsten wirkst.  

Konstruktiv, aktiv, lösungsorientiert

So sollte deine innere Haltung sein. Denn sie schwingt im Subtext mit. Du kannst eine noch so positive Wortwahl haben – stehst du nicht hinter dem, was du schreibst, merken das die Leser und können deine Informationen nicht einordnen. Um einen solchen Vertrauensverlust nicht zu riskieren, checke deine innere Stimme zum Thema, über das du schreibst. Sobald du eine klare Lösung anbieten kannst, klar Stellung beziehen kannst, bist du bereit zum Schreiben. Zudem ist damit bereits ein großer Teil der Recherche getan und du kannst in vielen Fällen direkt drauf los schreiben.  

Fassen wir zusammen:

Leser scannen Texte im Web nach hilfreichen Informationen. Um gelesen zu werden, solltest du dieses erste und wichtigste Bedürfnis befriedigen. Der beste Weg zu einer passenden inneren Haltung als Autor*in ist, ehrliches Interesse an deiner Zielgruppe zeigen: Welche Fragen und Probleme haben sie, wie möchten sie sie bevorzugt lösen? Hast du einen Lösungsvorschlag, beschreibe ihn so einfach wie möglich, ohne an inhaltlicher Tiefe zu verlieren. Deine Leser werden es dir mit vielen Klicks danken.