Gedruckte Lieblinge und exquisite Fachlektüre – unsere Empfehlungen für euch

Gedruckte Lieblinge und exquisite Fachlektüre – unsere Empfehlungen für euch

Lesen Digital Natives gerne Bücher?

Nicht nur wir Agenturmitarbeiter haben uns längst an den Konsum digitaler Texte gewöhnt und genießen es, in Blogs, Instagram-Posts, Newslettern und auf Nachrichtenportalen nach Herzenslust (oder Informationswille) zu schmökern. Aber da gibt es diese kleine Stimme im Kopf oder auch ein diffuses Bauchgefühl, dass bestimmte Bücher einfach nur „in analog“ gelesen werden dürfen.  

Dazu habe ich eine spontane Mini-Umfrage bei den Highlife-Kollegen gemacht:  

Welche Bücher liest du aus Prinzip nur in gedruckter Form und warum?

Und auch zu ihren Lieblingsfachbüchern – gedruckt oder digital – fragte ich sie aus.  

Völlig überraschend wurde das Thema „Buch“ in unserer Digitalagentur fast gefeiert. Sofort entstanden Gespräche, man kam ins Schwärmen, erzählte sich gegenseitig die Storys und schwelgte in schönen Lesemomenten, die das Leben und Denken prägten. Alle hatten sofort einen oder mehrere Titel parat, die sie hier gerne mit euch teilen. Und schon haben wir eine erste feine Fachbuchsammlung, die sich hoffentlich im Laufe der Zeit vergrößern und euch inspirieren wird.  

Was die persönlichen Lese-Geschmäcker angeht, ist das Feld sehr weit und die Interessen so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Am Ende waren sich aber alle einig, warum sie ein gutes Buch und eben keinen guten E-Book-Reader zur Hand nehmen. Lest selbst:

René (Head of Web Development) sagt:

Die Bücher von Marc Elsberg lese ich nur in gedruckter Form. Das sind sehr dicke Bücher und ich mag, mich darin zu vergraben und den Lesefortschritt direkt zu sehen. Elsbergs dystopische Thriller beschreiben sehr realistische Szenarien. Im zweiten Buch Zero wird beispielsweise erzählt, wie Menschen über ein umfassendes Social Network total kontrolliert und in ihren Handlungen gesteuert werden.

Frank Thelen: Startup-DNA. Hinfallen, Aufstehen, die Welt verändern. Ich schätze die Person Frank Thelen. In seiner Autobiografie erzählt er, wie er mit einem Startup Millionär wurde, diese Million wieder verlor und sie dann mit einem neuen Konzept wiedergewann. Thelen hat viel Lebenserfahrung. Außerdem ist er einer der wenigen deutschen Investoren, die komplett auf Digitalisierung setzen. Eins seiner Kernthemen ist die Technik der Zukunft.

Marc (Managing Director) sagt:

Ich lese alle Bücher nur in gedruckter Form, denn ich starre den ganzen Tag auf einen Bildschirm. An Büchern mag ich besonders die Haptik und dass man den Lesefortschritt direkt sieht. So ein gutes Buch ist schon etwas Besonderes. Ich mag die Reihe Zwerge des Fantasy-Autors Markus Heitz sehr und habe schon alle Bände gelesen.

Für den Bereich Film habe ich gleich zwei Empfehlungen. Film verstehen von James Monaco ist ein absolutes Basic-Buch, das jeder Mensch, der Film machen (oder eben verstehen) möchte, gelesen haben muss.

In Mr Hitchcock, wie haben Sie das gemacht? erklärt Filmemacher François Truffaut, wie Dramaturgie funktioniert. Hitchcock revolutionierte den Film als Medium fürs Geschichtenerzählen. Er wendete völlig neue Techniken an, um Geschichten spannend zu gestalten, indem er unter anderem fragte: „Was weiß die Figur und was weiß der Zuschauer?“ Damit lässt sich nervenzerfetzende Spannung erzeugen. Die klassische Duschszene ist hier das beste Beispiel: Der wissende Zuschauer sieht das Unheil auf die nichtsahnende Frau unter der Dusche zukommen.  

Alex (Business Development Director) sagt:

Physik der Schwermut vom Bulgaren Gregori Gospodinov ist ein autobiografisch angehauchter Roman mit verschiedenen Perspektivwechseln, um eine ganze Familiengeschichte zu verarbeiten und zu durchleben. Als roter Faden zieht sich die Minotaurus-Sage durch.

Sach- und Fachtexte lese ich oft digital, aber nur, weil ich kurz und intensiv nach effektiven Informationen suche. Das finde ich allerdings sehr anstrengend, da ich den ganzen Tag auf den Monitor schaue. Ein guter Roman aber ist für mich die letzte analoge Form der Unterhaltung, der ich nachkomme. Ich genieße den Leseflow, die Haptik und dass der Lesefortschritt sichtbar ist. Am Ende des Buches halte ich meine verbrachte Qualitätszeit in den Händen. Das ist ein schönes Gefühl. Manchmal mache ich mir Notizen am Rand, die dann dableiben. Das ginge natürlich auch digital, wäre aber viel umständlicher und eben nicht so schön. Als 90s-Kid ist mein Alltag sonst durchweg smart.  

Gunter Duecks Schwarmdumm beschäftigt sich mit den Gedankengängen und dem Gedankengut von großen Unternehmen – vor allem mit dem Hierarchie-System und dem Umgang mit dem Zeit-Nutzen-Faktor (Stichwort: Meeting). Bei Highlife Media versuchen wir täglich, die Prozesse auf agile, flexible, neue und moderne Art und Weise zu gestalten. Duecks Buch hilft da sehr als Gesprächsgrundlage für interne Gespräche und einen effektiven Kundenkontakt.

Tom (Head of Design und Art Director) sagt: 

Digital lese ich Bücher nur ungern. In der Regel lese ich in gedruckten Büchern. Aber noch lieber höre ich Hörbücher. Ich finde gut, so die Zeit mit dem Hund draußen, im Auto oder auf dem Rad effektiv nutzen zu können. Und genau darum geht es auch in meinen Lese- und Hörbüchern: Produktivität, Effizienz und Business. Am besten ist es, wenn schöne Literatur mit dem Fachlichen verknüpft wird, wie es im Roman Das Café am Rande der Welt von John Strelecky der Fall ist. Da kam was bei rum, womit ich im Leben etwas anfangen kann. Zu anderen Themen schaue ich lieber eine Serie oder einen Film.

In meinen Fachbuch-Empfehlungen verbindet sich Effizienz mit dem Kreativen. Ein richtig gutes Hörbuch ist Die 7 Wege zur Effektivität von Stephen R. Corvey. Der Autor ist sehr erfahren, sodass in jedem dritten Satz etwas vorkommt, das man für sich selbst mitnehmen kann.  
Mario Pricken taucht in Kribbeln im Kopf tief in die Themen Design Thinking und Marketing ein, indem er „Kreativitätstechniken und Braintools für Werbung und Design“ vorstellt. Es ist gut geschrieben und alles sehr einfach und nachvollziehbar erklärt.

Ella (Marketing Assistant) sagt:

Da ich Bücher verschlinge und sie auch liebend gerne mit in den Urlaub nehme, habe ich mich an meinen E-Book-Reader gewöhnt. Daher lese ich Bücher eigentlich nur noch digital. Allerdings nehme ich Dan Browns Bücher weiterhin gerne in die Hand. Ich tauche gerne in die Welt der Symbolik ab und finde Verschwörungstheorien spannend. Bei den dicken Büchern halte ich den Lesefortschritt buchstäblich in meinen Händen.

Marketing 4.0 Der Leitfaden für das Marketing der Zukunft von Philip Kotler kann ich wärmstens empfehlen. Im Marketing ändert sich vieles wahnsinnig schnell. Das Buch ist ein Ratgeber für Marketing im heutigen Zeitalter, angepasst an die Digitalisierung. Es stellt die neuen Regeln und passenden Instrumente vor. Das Buch ist sehr kompakt und geht trotzdem sehr verständlich auf die wichtigsten Aspekte ein. Einen Schwerpunkt bildet die Customer Journey, bei der es auch um viele psychologische Hintergrundaspekte geht. Ein Punkt, weshalb mich Marketing so sehr fasziniert: Ich möchte Menschen und ihr Handeln besser verstehen, um dann die Produkte optimal am Markt anbieten zu können. 

Katha (Head of Content Management) sagt:

In meiner Wohnung steht in jedem Raum mindestens ein Bücherregal. Ja, auch im Badezimmer. Ich lese gerne, viel und meiner Laune entsprechend. Bücher sind für mich richtige Lebensbegleiter mit hohem emotionalem Wert und ich möchte sie physisch um mich haben.
Oft mache ich mir beim lesen Notizen am Rand. Die Seiten sind von unzähligen Eselsohren geziert. Ich sehe ein zerlesenes Buch als Zeichen der intensiven Arbeit und der Liebe zum geschriebenen Wort. Ich bin also weiterhin eine „analoge“ Leserin.   
Als Kulturwissenschaftlerin verstehe ich gerne Innensichten anderer Leute. Daher geht’s bei meiner Lektüre immer wieder um Persönlichkeitsentwicklung, Biografien und Psychologie sowie Reisen und Lebensart. Hier sind drei heiße Tipps für alle, die auch in diesen Themenwelten zuhause sind: David Byrne: Bicycle Diaries, Heinrich Böll: Irisches Tagebuch, Alois Prinz: ‘Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne’. Die Lebensgeschichte des Hermann Hesse.

Weder als Content Managerin noch als Texterin wird man geboren. Ich zumindest nicht. Ein Buch, das mir ganz am Anfang enorm half, die Kommunikation via Online-Medien zu verstehen und selbst zu verbessern, ist Clever texten fürs Web von Petra van Laak. Die Expertin für Corporate Communications vertritt die Meinung: „Gute Texte brüllen nicht, sie knistern.“ 

Bücher: Qualitätszeit-Macher, Gesprächsstoff, Wissens-Container 

Fast alle Teammitglieder von Highlife Media lesen in ihrer Freizeit gedruckte Bücher, während die Texte für die schnelllebige Arbeit in der Regel digital sind.  

Am gedruckten Buch lieben wir alle am meisten, dass wir uns bewusst Zeit nehmen, in eine Geschichte oder ein Thema einzutauchen, den Lesefortschritt in den Händen halten und mit Eselsohren ein bisschen Customizing betreiben können.  
Völlig unterschiedlich sind im Team die Themen, die von Fantasy über Business bis hin zu Lebensgeschichten reichen. Das ist wunderbar, weil sich zum Thema Lektüre jedes Mal sofort ausgelassene Gespräche entwickelten. Warum? Lesen ist eine sehr persönliche Erfahrung. Man wählt Themen und Stil nach seinem Gusto und bildet seine eigene Persönlichkeit am Gelesenen. Also: Bei der nächsten lahmen Party einfach mal ein vermeintlich angestaubtes Thema in die Runde werfen und sich fürs Leben inspirieren lassen: Sprecht wieder über Bücher!  

Was die Fachbücher angeht, sollte man sich wirklich überlegen, ob man sich nicht gleich eine digitale Fachbibliothek anlegt. Wenn man alle paar Monate alle Kollegen um eine einzige frische Fachbuch-Empfehlung bitten würde, hätte man bereits nach einem Jahr eine solide, kleine, aber exklusive Sammlung besten Fachwissens für die gesamte Agentur. Wir bei Highlife Media haben schon damit angefangen!