Marketing

Digitale Monetarisierung (TEIL 2)

Weiter geht es mit Teil 2 über die digitale Monetarisierung des WWW. Wer den ersten Teil verpasst hat, kann hier schnell noch Wissen zu Direct E-CommerceDatenverkauf an Dritte und Online-Marktplätzen aufholen.

SaaS – Software as a Service

Unser nächstes Monetarisierungsmodell findet sich im Bereich der Abonnements (as-a-Service) wieder. Neben Streaming-Diensten wie Spotify, Netflix oder Amazon Video findet man auch im Software-Bereich überwiegend SaaS-Lösungen. Kurze Kündigungsfristen sind hierbei ausschlaggebend. Auch wenn sich die Mobilfunk-Industrie durch das Finanzierungsmodell einer Ratenzahlung unserer Smartphones und Tarife noch krampfhaft an 12- oder 24-Monatsverträge klammert, sind die modernen SaaS-Lösungen wesentlich flexibler konzipiert. Diese Flexibilität macht sich im Business-Sektor natürlich bemerkbar.

Auch unser Unternehmen nutzt nahezu alle Tools auf SaaS-Basis, wie z. B. Office 365: cloudbasierte Software, die immer auf dem neusten Stand ist und rastlos durcharbeitet. Viele der Anbieter nutzen als ersten Schritt das Freemium-Modell, welches dem User eine Basisversion der Software oder Leistung zur Verfügung stellt. Überschreitet der User die Limits, wird er zu den verschiedenen Pricing Tables weitergeleitet. Die Limits können dabei stark variieren. Ebenso gibt es auch bei Diensten wie Slack und Co. ein Basismodell, das auf weitere Abonnements upgegraded werden kann. Bei Spotify ist eine kostenfreie (Achtung: kostenfrei) Nutzung möglich. Allerdings bedient sich Spotify dabei einer uns bereits bekannten Maßnahme: Mehr dazu in Teil 1.

Pay-per-Use

Sharing Economy ist das Stichwort bei dem nächsten Monetarisierungsmodell: Pay-per-Use bedeutet, dass man für die zeitlich begrenzte Nutzung von etwas bezahlt. Plattformen wie Car2Go, Drive Now, Airbnb, Uber oder die neuerdings erschienenen E-Scooter-Apps sind sehr gute Beispiele für dieses Modell. Dabei verdienen die Unternehmen in jedem Fall eine Provision pro Buchung und nach Zeitaufwand.

Display-Werbung

Google und Facebook sind zwei Profis im Bereich Display Advertising, auch Bannerwerbung genannt. Auf beiden Plattformen werden Werbeflächen an Unternehmen oder Privatpersonen vermietet bzw. versteigert. Dank gesammelter Daten kann eine individuelle Anzeige an potentielle oder wiederkehrende User ausgespielt werden. Dieses Modell ermöglicht eine sehr zielgerichtete Werbung.

Abhängig davon, wer die Fläche verwaltet – etwa eine Agentur oder die Website selbst, wie etwa Zeit.de es tut – gibt es verschiedene Möglichkeiten, Werbung zu schalten. Durch die thematisch oder strukturell stimmige Platzierung der Anzeige werden genau die User angesprochen, die auch tatsächlich an den beworbenen Produkten oder Dienstleistungen interessiert sind, also nach Konsum und Erlebnissen in der betreffenden Branche suchen.

Dieses spannende Thema vertiefe ich im kommenden Beitrag zu Search-Engine-Advertising noch mehr.

Affiliate Marketing

Unser letztes Monetarisierungsmodell heißt Affiliate Marketing, auch als Partnervertriebsprogramm oder Netzwerk-Marketing bekannt. Seit das Wort „Influencer“ bekannt ist, sollte das Thema jedem ein Begriff sein. Das Prinzip ist schnell erklärt: Person A bekommt einen Link zu einem Produkt von Person B. Falls Person A den Kauf abschließt, bekommt Person B eine Provision. Der Kauf wird anhand eines Tracking-Codes und mit Hilfe von Cookies gemessen. Somit kommt sogar eine Provision zustande, wenn Person A auch nach 30 Tagen das Produkt erwirbt.

Neben den Selbstdarstellern auf Instagram, die teilweise durch Schleichwerbung Kaufabschlussprovisionen einstreichen, bedienen sich auch Vergleichsportale des Themas Affiliate. Als User sollte man hier besonders Acht geben, da sich nicht wenige dieser Portale als regelrechte Affiliate-Maschinerien entlarven lassen. Hier sind die „besten Empfehlungen“ diejenigen, die am meisten Provision abwerfen.

Affiliate Marketing hat einen schlechten Ruf. Ich selbst hörte den Begriff das erste Mal auf einer Veranstaltung einer eher unseriösen Firma, die dubiose Nahrungsergänzungsmittel vertreibt. Leider wird dieses Monetarisierungsprinzip oft unfassbar schlecht angewendet. Allerdings ist das Potenzial von Affiliate Marketing nicht zu unterschätzen und nahezu an fast jeder Ecke im Online-Marketing zu finden.

Monetarisierung im Web, gerne doch. Aber bitte nachhaltig und nützlich.

Wie wir sehen, gibt es einige Möglichkeiten, online seine Brötchen zu verdienen oder als Unternehmen interessante Produkte zu entwickeln. Demnach gibt es sehr viele Personen, die heutzutage ein großes Unternehmen führen, aber mit Modellen wie z. B. Affiliate angefangen haben.

 

Um das ganze Universum der Monetarisierung im digitalen Bereich zu verstehen, solltest du dich also breitgefächert über dieses Thema informieren. Denn gerade die Kombinationen aus mehreren Modellen sind die lukrativsten. Damit meine ich allerdings nicht, dass man sofort ein Vergleichsportal für Apps mit Unmengen an Bannern und Newsletter-Abfragen erstellen sollte. Am Ende des Tages und auch hoffentlich an allen kommenden Tagen, verdient man sich seine Daseinsberechtigung durch nachhaltige, stets innovative und relevante Geschäfte.

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