So gut tun Messe-Besuche deinem Business

So gut tun Messe-Besuche deinem Business

Mit diesem Starter-Guide holst du das Beste aus dem nächsten Messe-Tag heraus – in 7 effektiven Schritten

Auf zur Messe! So gut tun Messe-Besuche deinem Business

Ein Messebesuch wird von vielen Digitalagenturen und -dienstleistern als altbacken oder unergiebig abgetan. Die Idee von smalltalkenden Traditionalisten mit bescheidenen Zielen und wenig Internetaffinität dominiert noch in vielen Köpfen. Doch der Schein trügt: Vom Markt für lokale Produzenten über das fancy Networking-Event bis hin zur mehrtägigen Fachkonferenz mit spezialisierten Ausstellern ist auch für dein Business definitiv ein Programm dabei, bei dem du deine Zielgruppe triffst. Auch wenn es manchmal schwerfällt, die Kommunikation vom Bildschirm auf das persönliche Gespräch zu verlagern: Es lohnt sich!  

Auf Messen herrscht ein Klima der Offenheit für die Angebote des anderen, Lust auf konstruktive Gespräche mit Plaudercharakter und Kreativität beim Durchspielen von möglichen Geschäftsbeziehungsmodellen. Eine Messe ist der ideale Ort, um schnell qualitativ hochwertige Kontakte zu knüpfen, effektiv Lösungen für deine Probleme zu erörtern und überraschende Win-Win-Lösungen zu finden.  

Doch wer sich mit drei Flyern und einer Visitenkarte bewaffnet ins Getümmel stürzt, um „mal zu gucken, was sich so ergibt“, wird am Ende des Tages neben platten Füßen und einem klingelnden Kopf nur wenig Outcome haben. Highlife Media war in der letzten Zeit erfolgreich auf zwei sehr verschiedenen Messen vertreten: Bei der B2B Nord ging es um den Austausch unter regionalen kleinen und mittelständischen Unternehmen verschiedenster Branchen, bei den Online Marketing Rockstars waren die Großen der Digital-Marketing-Szene sowie sämtliche Agenturen und Unternehmen der Branche aus Hamburg anzutreffen. Zwei Messen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Doch mit etwas Vorbereitung gingen wir beschwingt, inspiriert und mit geschäftlichem Mehrwert aus den bunten Tagen.  

Das willst du auch? Dann starte gleich mit der Planung! Im Folgenden erfährst du, was du alles für deinen erfolgreichen Messetag brauchst. In sieben Schritten bereitest du dich und dein Business optimal darauf vor. Gewähre dir etwas Vorlaufzeit und beginne gleich mit der Planung!  

Dein Starter-Guide für die nächste Business-Messe – In 7 Schritten erfolgreich zur Messe

1 Kläre dein Ziel vorher ab und quantifiziere es 
Suchst du Abnehmer für dein Produkt? Möchtest du Geschäftspartner finden? Brauchst du eine innovative Lösung für ein Unternehmensproblem? Mache dir vorher klar, weshalb du auf eine Messe gehen möchtest, wen du treffen möchtest und welches konkrete Ziel du hast. Nutze Kennzahlen, um deine Ziele greifbar und deren Erfolg messbar zu machen, à la: „Drei neue Lösungsideen für mein Problem“, „20 Visitenkarten von potenziellen Neukunden“ oder „Fünf qualitativ hochwertige Gespräche mit direkten Konkurrenten, darunter auf jeden Fall Firma XYZ.“  

Finde die Messen, auf denen deine Zielgruppe unterwegs ist 
Schaue dich dann online in den zahlreichen Messekalendern um. Plane genug Vorbereitungszeit ein. Überstürzt übermorgen zu einer tollen Messe zu reisen, ist wahrscheinlich kontraproduktiv, wenn du nicht gerade ein Naturtalent der Improvisation bist. Denn gerade die (wohltuende) Vorarbeit könnte einige Zeit brauchen – siehe die nächsten zwei Punkte.   

3 Stelle deine mediale Selbstpräsentation breit auf 
Wie schon gesagt: Ein paar alte Flyer und dein gewinnendes Lächeln sind für die Meisten nicht überzeugend genug. Nur wenn du verschiedene Informations- und Unterhaltungsbedürfnisse bedienst, kannst du viele deiner potenziellen Interessenten erreichen. Wähle aus, über welche medialen Kanäle du dein Unternehmen darstellen kannst und was sinnvoll ist: Website, Newsletter, Broschüre, Flyer, Visitenkarten, Roll-Ups, Poster, Youtube, Podcast, Messetheke, … Einiges davon hat sich schon organisch mit deinem Business entwickelt. Im Zuge der Messevorbereitung erschließt du dir nun bestimmt den einen oder anderen weiteren Kanal. Also: Warum nicht selbst als Redner bei der Konferenz auftreten, wo auch Flyer oder Visitenkarten mit deinem Angebot ausliegen? Bei einem Fachvortrag überzeugst du mit Kompetenz und Sympathie und aus der Präsentation lässt sich schnell ein Whitepaper erstellen. Hast du einen eigenen kleinen Stand, dann zeige deine Markenpersönlichkeit mutig und selbstbewusst mit Messetheke, Roll-Up, Poster, Flyern und Showreel aus einem Guss.  

Wichtig ist, dass du auf Einheitlichkeit achtest: Nutze deine CI von der Visitenkarte bis zur Messewand, trage dein Logo als Druck oder Anhänger an der Kleidung, verwende dein Design in Präsentationen und auf dem Kugelschreiber. Kurz: Mache dich wiedererkennbar.  

Genieße die Vorbereitungszeit, denn sie ist Gold wert 
Um deine Marke als starke Persönlichkeit zu präsentieren, brauchst du ein zu deinem Angebot passendes Design, das sich konsequent auf allen deinen medialen Äußerungen wiederfindet. Voraussetzung dafür ist eine intensive Auseinandersetzung mit deiner Marke, deinem Angebot, deinem Kundennutzen. Nutze diese Chance gezielt für die Imagefindung und -pflege. Du wirst sehen: Das ist ein wohltuender Aufräumprozess rund um die interne und externe Unternehmenskommunikation. Vielleicht erkennst du in dieser Phase, wo du unliebsame Prozesse verschlanken kannst und schreitest ein ganzes Stück in deiner Unternehmensanalyse voran. Bereiten mehrere Mitarbeiter gemeinsam den Messeauftritt vor, ist gleich Einiges fürs Teambuilding im Namen der CI getan.  

Finde deinen Weg, authentisch in Dialog zu treten 
Der Alptraum auf einer Messe ist ein holpriges Gespräch mit unsicherem Blick. Das macht niemandem der Beteiligten Spaß und ein Deal kommt natürlich auch nicht zustande. Beuge dieser Horrorvorstellung vor, indem du dich entspannt vorbereitest. Spiele einige Szenarien im Kopf durch und kultiviere im Laufe der Zeit die, die dir guttun. Einige Menschen legen gerne alle Spannung ab, indem sie einen Fachvortrag halten und zum Gespräch im Nachgang einladen. Du kannst aber auch auf eine starke CI-Farbe mit Wiedererkennungswert setzen, dir passende Smalltalk-Themen vorab überlegen, mit Produktproben herumgehen, Gewinnspiele verteilen, … Warum nicht wie Filmstars in Schale geworfen flanieren gehen, wenn man Imagefilme verkauft? Um aufzufallen, darfst du kreativ werden. Bestimmt findest du etwas, das deine Geschäftsidee nicht nur repräsentiert, sondern dich auch aus der Masse herausragen lässt, sodass du deine Zielgruppe treffsicher ansprichst.  

Unser Tipp: Übe im sogenannten Elevator Pitch, dein Business in 60 oder sogar 30 Sekunden überzeugend darzustellen.  

Dokumentiere vor Ort 
Auf der Messe, auf der es um konzentrierte Face-to-Face-Kommunikation geht, ist in der Regel nicht viel Zeit für eine geordnete Niederschrift aller ausgetauschten Informationen. Manchmal weiß man schon am nächsten Tag nicht mehr genau, warum man diese oder jene Visitenkarte überhaupt in den Händen hält. Schade um die verpasste Chance. Finde daher ein Ordnungssystem für dich, das sowohl vor Ort einfach umsetzbar ist als auch langfristig Informationen festhält. Das könnten verschiedenfarbige Hüllen sein, in denen du die gesammelten Visitenkarten vorsortierst (z. B. einen Stapel für aussichtsreiche Kontakte und einen für Newsletter-Interessenten), ein Notizheft und Tesa, um alle Karten und Flyer gleich geordnet zu sammeln und mit Notizen zu versehen, ein Ordnersystem im Smartphone, wo du alle Kontakte mit dazugehörigen abfotografierten Infos sammelst, ein Tablet, damit sich deine Interessenten gleich für den Newsletter anmelden können, …  

Unsere Empfehlung bei dialog-lastigen Messen: Ziehe dich nach spätestens zwei Gesprächen in eine ruhige Ecke zurück, um durchzuatmen, das Gespräch Revue passieren zu lassen und dir kurze Notizen zu machen. Zumindest diese wichtigen Eckpunkte solltest du schriftlich festhalten:  

  • Name 
  • Unternehmen 
  • Position 
  • Gesprächsthema
  • Bedarf, den dein Business erfüllen kann 
  • ggf. Aufhänger, wie etwa ein ungewöhnliches Gesprächsthema, ein genanntes Hobby, ein gemeinsamer Bekannter, …  

7 Melde dich schnell zurück
Dank deines pragmatischen Ordnungssystems fällt dir nicht schwer, am nächsten oder übernächsten Tag gezielt den Kontakt wieder aufzunehmen – per Mail, Telefonat, Newsletter oder Post. Klar, der innere Schweinehund möchte schnell wieder zum Tagesgeschäft zurückkehren, aber diese Chance der auf der Messe geöffneten Türen solltest du dir wirklich nicht entgehen lassen. In keiner anderen Jobsituation kannst du so locker und wohlwollend an neue Kontakte anknüpfen und sie in einen Business-Prozess überführen. Wenn du diese Wiederaufnahme des Kontakts als Verlängerung des persönlichen Gesprächs auf der Messe siehst, hast du die Sympathie auf deiner Seite. Dein Adressat hat sofort dein Gesicht wieder vor Augen und ihr kommt gemeinsam schneller zum Punkt, an dem ihr besprechen könnt, wie ihr eure gemeinsamen Interessen geschäftlich verbinden könnt.  

Fazit:  
Ein Messebesuch ist kein nostalgisches Back-to-the-Roots, sondern für alle Unternehmen die ideale Maßnahme der Kontaktpflege und Verbreitung der Marke. In der Vorbereitungsphase erarbeitest du eine einheitliche, runde und ansprechende Selbstpräsentation deines Business, was unter Umständen gleichzeitig zum Teambuilding und internen Branding beiträgt, und entdeckst vielleicht neue Ressourcen.  

Auf der Messe hast du nicht nur gute Unterhaltung, die deinen Business-Alltag auflockert, sondern auch die Chance, dich vielen potenziellen Geschäftspartnern und Kunden sympathisch und professionell zu präsentieren. Du lernst deine Zielgruppe in natura kennen, holst dir Meinungen und Marktkenntnis ein. Und natürlich weitest du durch nettes und produktives Socializen dein Netzwerk erheblich aus.  

Also: Starte gleich in die Vorbereitung für deinen nächsten Messeauftritt! Dein Business dankt es dir.